UUencode
UUencode ist das erste verbreitete Kodierungsverfahren, welches es ermöglichte
Binärdateien so umzuwandeln,
dass sie nur noch aus druckbaren ASCII-Zeichen bestehen. Dadurch konnten sie
als E-mail ohne Probleme verschickt werden.
Es gibt mehrer Versionen des UUencode, die sich nicht miteinander vertragen.
Der kodierte Text enthält in den frühen Versionen noch Leerzeichen,
was zu Problemen bei einigen Mailgateways führte. Das Leerzeichen wird
in der neueren Version daher durch ASCII 96 ersetzt. Der Algorithmus bei UUencode
ist so eingestellt,
dass nur druckbare Zeichen aus dem ASCII-Bereich 33 - 96 im kodierten Inhalt
auftauchen.
Dieses Kodierungsverfahren ist aus dem UNIX entstanden.
Das erkennt man an dem UU, welches im UUencode und -decode ebenso steht wie
das UU in dem Übertragungsprotokoll UUCP bei der Übermittlung von Daten
von UNIX-Computer zu UNIX-Computer.
Ähnlich wie beim Base64-Verfahren
werden drei Bytes (24 Bits) der Binärdatei auf viermal 6 Bit aufgeteilt. Den
6-Bit-Werten werden druckbare ASCII-Zeichen
zugenordnet.
Der größte Nachteil des immer noch häufig im Usenet verwendeten UUencodes
ist, dass die Größe der kodierten Datei etwa 40% größer ist als die Originaldatei.
Außerdem kommt im kodierten Inhalt der Bindestrich vor, welcher in Kombination
mit dem MIME-Format zu Problemen führen kann.
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